Meine Erfahrungen

Im Jahr 2001 wurden mir 2100 DM mittels VISA-Karte und Eingabe einer „richtigen“ PIN gestohlen. Damals wurde mir unterstellt, daß ich die PIN dem Dieb wohl irgendwie zugänglich gemacht haben muß, denn sonst hätte er diese ja nicht auf Anhieb richtig eingeben können (Anscheinsbeweis).

2004 wollte ich die PIN für eine neue VISA-Karte sperren lassen, damit nicht wieder dasselbe wie in 2001 passiert. Dazu wurde mir empfohlen 3x eine falsche PIN einzugeben. Als ich statt der „richtigen“ PIN eine falsche eingab, erhielt ich 500 €. Insgesamt konnte ich mit einer VISA-Karte 2200 € mit einer falschen PIN (!!!) abheben. Einen Artikel dazu gibt es in der Welt am Sonntag unter http://www.welt.de/print-wams/article120668/Das_System_ist_loechrig_wie_ein_Sieb.html

Aus meiner Sicht ist das VISA-Kartensystem unsicher. Und die Banken wälzen das Risiko auf die Verbraucher ab:
Hat der Kunde keine Beweise, daß er die PIN nicht irgendwo notiert hat, gilt der sogenannte Anscheinsbeweis. Dieser besagt, daß bei auf Anhieb richtiger Eingabe der PIN diese dem Dieb bekannt gewesen sein muß.
Kann aber eine Kunde beweisen, daß er die PIN dem Dieb nicht zugänglich gemacht haben kann, z.B. wenn der PIN Brief noch verschlossen ist, dann wird die Bank den Schaden übernehmen und so einen Prozess vermeiden. Smart !

Detaillierte Informationen zu dem Diebstahl in 2001, der Reaktion der Bank, dem Prozess und der Berufung gibt es unter VISA 2001. Und zu der Bargeldabhebung mit falscher PIN unter Falsche PIN. Unter Biometrie finden sich Informationen zum heutigen Stand und den Möglichkeiten der Biometrie. Und schließlich gibt es Links zu Medienberichten, Rechtsprechung und Experten.

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