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Visa Kartenmissbrauch 2001 - Die Bank zahlt nicht
 

Die Bank zahlt nicht !

Bei Kreditkarten fühlt man sich im Gegensatz zu Bargeld sicher, wenn man diese verlieren sollte. Bargeld ist weg und man bekommt es nur zurück, wenn man einen ehrlichen Finder erwischt. Bei Kreditkarten sieht man hier kein Problem, denn es kann ja niemand Geld abheben. Und falls schon etwas wegkommt, dann ist der Schaden durch die Bank gedeckt. FALSCH !

In meinem Fall war es so, daß die Bank zwar zunächst den gestohlenen Betrag wieder gutschrieb, ihn aber im Juli 2001 wieder abzog. Begründet wurde dies wie folgt:

"Die PIN Nummer wurde sofort korrekt eingegen.

Der Kartenvorleger hat somit nicht versucht, die PIN-Nummer durch Probieren herauszufinden. Vielmehr hatte er Kenntnis von der richtigen Geheimnummer der Kreditkarte.

An dieser Stelle weisen wir daraufhin, daß die Geheimnummer auf der Karte nicht - auch nicht verschlüsselt - verzeichnet ist. Sie wird anhand verschiedener Angaben auf der Karte von einem im Geldautomaten vorhandenen Rechner ermittelt und mit der vom Kunden eingegebenen Geheimzahl verglichen. ...

Wir müssen daher annehmen, daß sich eine Notiz mit Ihrer Geheimnummer in Ihrem zusammen mit Ihrer VISA Karte entwendeten Geldbeutel befand. ...

Deshalb können wir keine Haftung übernehmen. Die Beträge von 2.000,00 DM und 100,00 DM wurden auf Ihrem Kartenkonto wiederbelastet."

Die PIN hatte ich aber nirgends notiert. Die befindet sich NUR in meinem Kopf. Und nachdem die PIN sofort richtig eingegeben wurde, MUSS die PIN entweder geknackt oder von einer z.B. russischen,  rumänischen oder thailändischen PIN Tauschbörse gekauft worden sein. Ich beschloß vor Gericht zu gehen, damit dort ein Gutachten zur Sicherheit von Kreditkarten / PINs erstellt wird. Denn auf einer Seite der Cambridge Universität (UK) fand ich interessantes Material, über die (Un)Sicherheit von Kreditkarten.

Mehr zu dem Fall in 2001:

Der Diebstahl

Die Bank zahlt nicht ! (diese Seite)

Prozess

Berufung

Tipps

 

Neuigkeiten

20. Juni, 2005
Bei einem Kreditkartendienstleister in den USA werden Kreditkartendaten gestohlen. Angeblich sind darunter 200.000 Datensätze mit unverschlüsselten Daten, die auch die persönliche Geheimzahl enthalten.

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7. März, 2006
Vor der laufenden Kamera von [plusminus zeigen Experten der Cambridge Universität wie beim Chip & PIN Verfahren mit einem 150 Euro Gerät, Kartendaten und PIN abgegriffen werden können.

 

Die PIN gibt es zur Identifikation des Karteninhabers. Nun ist die PIN aber nur eine Zahl und mit einer Zahl kann eine Person nicht eindeutig identifiziert werden. Kein Staat würde jemanden einreisen lassen, wenn er sich mit einer PIN identifizieren wollte. Dazu braucht man einen Paß mit Foto, das mit dem Gesicht verglichen wird. Eine Art biometrischer Vergleich durch den Kontrolleur.

Biometrische Verfahren werden heute bereits zur eindeutigen Identifikation z.B. bei der Einreise in die USA (Fingerabdruck-Scan und Iris-Scan), der Zugangskontrolle zu einem Computer (Fingerabdruck) oder zum Bezahlen in Geschäften (Fingerabdruck) benutzt.

Obwohl die Biometrie soweit fortgeschritten ist, wird das unsichere "Chip & PIN" Verfahren, ohne eindeutige Identifikation des Nutzers, den Kunden als sichere Lösung verkauft. Das Risiko tragen nun die Kunden !
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Copyright (c) 2004 Thomas Opel   letzte Änderung: 11. April 2010